Sparkonto

Redaktion
Kindern stehen als Sparerfreibeträge zu. Läuft das Konto auf den Namen des Kindes, haben die Eltern keine uneingeschränkte Verfügungsgewalt.

Berichten zufolge verfügen Kinder in Deutschland gemeinsam über ein Vermögen von mehr drei Milliarden Euro - Grund genug für die Banken, die kleinen Sparer mit attraktiven Angeboten zu locken.

Freibeträge für Kinder nutzen

Der KidsVerbraucherAnalyse 2013 des Egmont Ehapa Verlags zufolge stehen Kindern im Monat im Schnitt 27,56 Euro zur Verfügung. Zudem erhalten Sie zu den Feiertagen Geldgeschenke in Höhe von knapp 170 Euro - während das Taschengeld vor allem für Süssigkeiten und Zeitschriften ausgeben wird, wandern die Geldgeschenke häufig aufs Sparbuch.

Läuft das Kinder Sparkonto auf den Namen des Kindes, kann das die Steuerlast der Eltern mindern, denn jedem Kind stehen ebenfalls Freibeträge zu. Haben Kinder Einkünfte aus Kapitalvermögen stehen ihnen folgende Freibeträge zu:

Steuervergünstigung Betrag in Euro
Grundfreibetrag 8.130,00
Sparer-Pauschbetrag 801,00
Sonderausgaben-Pauschale 36,00

Insgesamt stehen dem Kind steuerfrei also 8,967,00 Euro jährlich zu. Entscheidend ist, dass das Konto auf den Namen des Kindes geführt wird. Hat es Anschein, Eltern hätten ihren Kindern das Vermögen nur aus steuerlichen Gründen übertragen, kann das Finanzamt die Zinseinkünfte dennoch weiter den Eltern. Entscheidend ist, dass die Vermögensübertragung auf die Kinder glaubhaft nachvollziehbar ist. Erziehungsberechtigte dürfen daher nicht ohne weiteres über das Kapital der Sprösslinge verfügen. Sind die Kinder bereits erwachsen, darf die Verfügungsberechtigung über das eigene Konto nicht beschränkt werden.

Eltern verwalten das Geld der minderjährigen Kinder

Bei minderjährigen Kindern haben die Eltern Zugriff auf das Sparguthaben. Dennoch dürfen sie nicht nach Belieben über das Geld der Kinder verfügen. Planen die Kinder eine größere Anschaffung, kann es einvernehmlich vom Sparkonto abgehoben werden. Bei Minderjährigen verwalten die Eltern das angelegte Geld lediglich. Im Jahr 2010 musste ein Vater nach einem Urteil des Landgerichts Coburg seiner Tochter 1.600 Euro zurückzahlen, die er von ihrem Sparkonto verfügt hatte. Da es sich bei dem Geld um Geschenke von Dritten gehandelt hatte und die Tochter wusste, dass die Beträge auf einem Sparkonto angelegt wurden, durfte der Vater nach Ansicht des Gerichts nicht einfach über den Betrag verfügen.

Legen Dritte jedoch für Kinder Geld an, ohne dass die Kinder davon wissen oder die Kinder keine Verfügungsberechtigung über das Konto haben, können die Anleger frei über das Geld verfügen. In diesen Fällen wird das Konto zu Gunsten des Kindes angelegt, die Steuerlast verbleibt jedoch beim Anleger. Zur Volljährigkeit oder einem anderen Zeitpunkt wird das Geld auf das Kind übertragen.

Tipp der Redaktion

Um die eigene Steuerlast zu senken, lohnt es sich, Vermögen auf den Namen der Kinder anzulegen. Eine uneingeschränkte Verfügungsmöglichkeit über das Geld besteht dann jedoch nicht mehr!
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